Wie gewöhne ich meinem Labrador das beissen ab?


Mitglied seit 15.04.2005
648 Beiträge (ø0,14/Tag)

Hallo Hundefreunde!!

Ich habe ein Problem mit unserem Labbi...

Er knabbert an uns wie verrückt. Zur Begrüßung, wenn er spielen will oder einfach nur so kommt er und beisst uns ins T-Shirt oder in die Hände. Das tut nicht wirklich weh aber es ist auch nicht ohne. Besonders die Kinder können sich oft nicht wehren wenn er sie am Pullover zerrt.
Ich weiss, der Hund ist ja noch jung( 5 Monate) aber wir wollen das einfach nicht.
Auf <aus> oder <pfui> hört er manchmal. Wenn es zu wild wird muss er auch schon mal aus dem Zimmer auf seinen Plartz. Nützt aber alles nix.Zur Hundeschule können wir erst wenn der Schnee einigermassen weg ist.

Ich hoffe ihr könnt mir helfen. Biiiitte

Lg
Eifelhexe1

Zitieren & Antworten

Mitglied seit 19.11.2005
3.250 Beiträge (ø0,74/Tag)

Hi,

konsequent sein und Geduld haben. Das ist ein junges, temperamentvolles Tier aber wenn ihr diese Unarten jetzt nicht im Keim erstickt habt ihr bald einen Riesenhund mit immensen Problemen, aber das siehst du ja auch.

Wenn er das macht ein scharfes Pfui, Aus ist schon gut. Dann abwenden und nicht mehr beachten. Benimmt er sich gut vieeeel loben und Leckerchen geben. Aber auch sofort wieder umschwenken wenn er wieder zuschnappt. Er muss den Zusammenhang zwischen guten und schlechten Taten kapieren.

Zieht er die Kinder am Pullover sollen sie ihn sich, auch wieder mit einem scharfen (aber wirklich böse ausgesprochenen) Befehl vom Leib halten...also evtl. im Nackenfell packen und am ausgestreckten Arm vom Leib halten. Beruhigt er sich wird er überschwenglich gelobt.

Mehr fällt mir im Moment auch nicht ein, das hat aber bei unserer Hündin gut geklappt.

LG
Sabine
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 15.04.2005
648 Beiträge (ø0,14/Tag)

Hallo Sabine
Danke für die schnelle Antwort. Wenn ich unser Hündchen hier so liegen sehe kann man nicht glauben das der sooo Tempramentvoll sein kann. Ab 20 Uhr ist der im Tiefschlaf.
Lg
Eifelhexe1
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 06.05.2005
74 Beiträge (ø0,02/Tag)

Lieeeeeeeebe Eifelhexe............................

so wird das niemalsnimmernie was Was denn nun?

Ich nehme mal an, es handelt sich um einen Rüde, Einzelhund und kleinere Kids.
*Böser Züchter*: man gibt keinen Rüden in eine hundeunerfahrene Familie mit Kindern.

Zunächst: ein 5 Monate alter Hund ist ein Welpe und gehört nicht: aus dem Zimmer auf seinen Platz; sein Platz ist bei der Familie! Im Hunderudel bleibt er in diesem Alter auch noch keinesfalls alleine.

Hat er die Möglichkeit, mit anderen Hunden zu spielen bzw. Sozialverhalten zu üben? Falls nicht, versuche solche Gelegenheiten zu finden; selbstverständlich nur Spielkameraden wählen, welche ein intaktes Sozialverhalten haben. Dabei lernt er schon mal grundsätzlich, ältere / rangöhere zu respektieren und Grenzen einzuhalten.

Wir nehmen für Welpen und Junghunde immer LederArbeitshandschuhe z. Spielen. Wenn die Knabberei zu wild wird: Handschuh anziehen und mit ihm spielen. Behandschuhte Hand hinstrecken, reinbeißen lassen und dagegendrücken. Wenn er zu wild wird, mit *Au-au-au* reagieren. Dadurch wird er abgelenkt und läßt in seinem Tun nach. Nach kurzer Zeit lernt er dann, auf *Aua* zu reagieren und vorsichtiger zu agieren. Bei gewünschter Reaktion sofort mit gaaaaaaaaaanz viel Lob reagieren.

Wieso sollte er auf *Pfui* oder *Aus* reagieren? Wurde ihm die Bedeutung der Worte bereits beigebracht? Wo ist der Unterschied zwischen beiden Befehlen?

In über 30 Jahren Arbeit mit (meist) verhaltensgestörten oder auch nur verdorbenen Hunden (und deren Besitzern) mußte ich die traurige ERfahrung machen, daß es keine wirklich geeignete Lektüre über ERziehung gibt.
Mit einer Ausnahme: die 3 Bücher von Roger Mugford - solltest Du alle lesen. Du bekommst sie in jeder Buchhandlung; sind vom KynosVerlag.
Sind keine Gebrauchsanweisungen nach dem Rezept: man nehme - man tue - wenn -> dann.
Die Bücher sind leicht und unterhaltsam zu lesen; wurde mir immer wieder von Laien bestätigt. Du mußt allerdings die Informationen mit etwas Nachdenken auf Deinen Hund anwenden. Klappt immer!!!!!!!!

Gerne kannst Du mich auch via PM kontaktieren - Dein Problem ist nicht selten und sollte ziemlich einfach zu lösen sein.

Liebe Grüße vom Mupfeltier
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 12.01.2006
74 Beiträge (ø0,02/Tag)

Hallo Mupfeltier!
Da ich bemerkt habe, dass du dich wirklich mit Hunden auskennst, davhte ich mir, dass ich mich an dich wende.
Seit einem gutenJahr bin ich mit meinem Freund zusammen und sehe wie toll es ist einen gut erzogenen Hund zu haben. Er hat einen Bordercollie ( schafscheucher.at), der wahnsinnig folgsam ist. Aber ich weiß, dass er bei der Erziehung auch handgreiflich wurde.
Nun, im Gegensatz dazu: Maja, eine 6 Jahre alte Retriver Hündin.
Meine große Liebe, aber auch eine kleine Katastrophe!
1. Ich kann mich nicht auf sie verlassen, wenn sie frei läuft.
2. Als sie noch ein Welpe war, durften immer die Nachbarskinder mit ihr spielen. Die Folge-> Immer wenn sie Kinder hört, dann läuft sie mir davon. Sie will mit ihnen spielen. Die Kinder haben Angst, schreien und laufen davon. Maja gefällt das und empfindet das als Aufforderung zum Spielen.
3. Im Haus reagiert sie gar nicht auf meine Kommandos
4. Seit Silvester traut sie sich nicht mehr übers Parkett zu gehen. Sie fängt an zu hecheln,zittert und rutscht aus. (Als wir den Boden verlegt haben, reagierte sie genauso. Das war aber schon vor min. 4 Jahren) Nur wenn ich Handtücher hinlege, geht sie drüber. Ich habs schon mit Homöopathie versucht-zwecklos. Mein Freund würde sagen: Abwarten, sie nicht in ihrer Angst bestätigen: d.h.: sie nicht beruhigen oder so.

Kannst du mir helfen??

P.S.: Als ich Maja bekam war ich elf Jahre alt. Wir lebten zu 5. in der Familie und jeder hatte andere Erwartungen von ihr.
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 19.11.2005
3.250 Beiträge (ø0,74/Tag)

Hi,

ob Aua oder Aus ist im Moment m.E. egal...hauptsache es kommt eine laute, scharfe Reaktion. Er kennt ja auch nicht das Wort Aua.

LG
Sabine
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 06.05.2005
74 Beiträge (ø0,02/Tag)

Ich will es versuchen, Kasia - wenn es mir auch nicht so einfach erscheint, wie bei dem Welpen der Eifelhexe. Na!

Zunächst muß ich aber eine meiner, unpassenden, Bemerkungen loswerden: bei der Erziehung eines BoarderCollies handgreiflich werden zu müssen zeugt von schlichter Unfähigkeit in der Hundeerziehung, sofern er das Tier als unverdorbenen Welpen erhielt.

Auch eine RetrieverHündin sollte eigentlich supereinfach zu erziehen sein. Allerdings: 5 Personen mit unterschiedlichen Erwartungen an einen Welpen - das muß schon fast schiefgehen.

Pkt. 4 scheint mir der einfachste zu sein: wahrscheinlich erschrak sie bei einem Superknall ganz fürchterlich, rutschte aus und fiel auf ihr Schnäutzchen --> *Aua*
Gebe in dieser Beziehung Deinem Freund nicht ganz unrecht: nicht überreagieren, keine besondere Beachtung ihrer Angst; schließlich ist sie früher auch drüber gelaufen.
Sind ihre Krallen schön kurz? Wenn nicht --> bitte schneiden. Lange Krallen stören auf Parkett ganz furchtbar.
Ist das Parkett vielleicht im Wohnzimmer? Sie will doch sicher zu Dir, wenn du z.B. auf der Couch sitzt. Ab und zu mit ihr reden - rufen - mehr nicht. Sollte sie einige Schritte drübergehen - superLob ist angesagt.

Versuch es mal so - wenn es nicht innerhalb von ca. 4 Wochen funktioniert, tritt Plan B in Kraft. Für diesen wieder melden.

zu Pkt. 3: im Haus hören die Hunde zu allerletzt auf Kommandos. Da hilft nur: ein gewünschtes Verhalten aussuchen (z.B. in ihr Bettchen gehen) und üben bis z. Umfallen. Erst wenn das sitzt --> nächsten Befehl angehen.

Pkt. 1 + 2 hängen zusammen und sind am schwersten zu korrigieren. So einfach es ist einem Welpen das *Kommen* beizubringen, so schwer ist es bei einem ausgewachsenen Tier Na wenn das mal stimmt!?

Benzutzt Du eine *Flexi*-Leine?
Kommt sie gar nicht oder verweigert sie den Befehl nur, wenn etwas *interessanteres* lockt?

Mit den Kiddies muß ich mir noch was einfallen lassen.
Hast Du vielleicht angstfreie *Übungskinder* in Deinem Freundeskreis? Wäre superpraktisch.

Auch Dir muß ich die MugfordBücher an\'s Herz legen. Habe inzwischen auch den Link dazu gesucht:
http://kynos.synshop.de/productdetails.php?pid=47&typ=6&TreeSH=8&TreeA=10&PHPSESSID=cd9f672f4288649990b36ed23ffbfa60
http://kynos.synshop.de/productdetails.php?pid=58&typ=10&TreeSH=8&TreeA=9&PHPSESSID=cd9f672f4288649990b36ed23ffbfa60

So - jetzt fang einfach mal an und gib mir darüberhinaus noch die benötigten Infos zu Pkt. 2

LG - Mupfeltier
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 12.12.2003
171 Beiträge (ø0,03/Tag)

Hallo Mupfeltier,

das könntest du nochmal etwas genauer
erklären, warum ein Züchter einen Rüden nicht
an Ersthundebesitzer geben sollte.

Das kann ich nicht so ganz nachvollziehen.
Sicher gibt es schon für den Züchter zu erkennende
dominante Rüden-Welpen (Alpha-Rüden) die
erfahrene Hände brauchen.
Aber das generell so zu sagen ?!?

Das Problem von Eifelhexe ist ja wirklich \"harmlos\"
und hat doch nichts mit Rüde oder Hündin zu tun.
Auch Hündinnen beissen im Spiel !!!
Die Beißhemmung muss einem jungen Hund doch immer
gelernt werden. Das was er normalerweise mit
seinen Kumpanen macht ist bei den Menschen eher
unerwünscht. Das muss er lernen.

Kommando hier ist egal. Ob Pfui, Aus oder Au.
Hauptsache bestimmt und scharf gesprochen.
Nach solchen Attacken und dem Kommando (was auch immer)
sich dem Hund abwenden und weggehen, sein vermeintliches
Spiel beenden.
Sind halt junge Hunde, da braucht manches seine Zeit.........

Liebe Grüße
Jana
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 06.05.2005
74 Beiträge (ø0,02/Tag)

Hallo Sabsa - ich muß Dir gründlichst wiedersprechen:

1. Müssen Kommandos weder laut noch scharf sein - nur eindeutig. Hunde haben ein sehr feines Gehör. Man kann sogar auf Sichtzeichen ausbilden.
2. Ist die sinngemäßte Belegung der Befehle *Aus* und *Aua* unterschiedlich. Wie soll der Hund später unterscheiden können? Soll er auf *Aua* irgendwas fallen lassen, das er gerade in der Schnauze hat und auf *Aus* weniger wild und vorsichtiger agieren?

Auch die cleversten Hundis können keine abstrakten Gedankenverbindungen knüpfen: d.h. aus ähnlichen Situationen Rückschlüsse ziehen. Sie können nur lernen, die Reaktionen auf ihre Aktionen zu speichern.

Das allerwichtigste bei der Hundeerziehung ist die absolute Eindeutigkeit eines Kommandos.
Das muß innerhalb der Familie unbedingt besprochen und von jedem beherzigt werden wenn ein Hund, gleich welchen Alters, in\'s Haus kommt.

Das schreibt Dir ein Mupfeltier, welche im Laufe ihres Lebens weit über 100 Hundis unter ihren Fittichen hatte.

Zitieren & Antworten

Mitglied seit 02.03.2006
501 Beiträge (ø0,12/Tag)

Let´s cook baby!Hallo Eifelhexe1 Let´s cook baby!

Eigentlich wollte ich hier auch noch meinen Senf dazugeben, hab aber dann gesehen, dass viele Experten schon am Werk waren. Besonders anschliessen möchte ich mich der Meinung von Sabine. Und was uns beim Kauf unseres \"Charly\" das Wichtigste war....Hundeschule!!! Konsequent und jede Woche einmal. Als jetzt in der Winterzeit keine Hundeschule war, haben wir das beim Charly sofort gespürt... Klar, bedingt durch den vielen Schnee haben wir auch zuwenig oft trainiert. (Ausrede.. grins)

Viel Spass wünsch ich dir mit deinem Labbi... Wirst sehen - ein Supertier!!!!
LG Sepp und Charly
Zitieren & Antworten
Angehängte Datei
  • (2048 x 1536 / 605 kb)

Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 06.08.2002
2.210 Beiträge (ø0,4/Tag)

hi,

habe mal bei hund katze maus gesehen das man mal kurz laut und grell aufschreien soll und sich dann sofort paar minuten von hund abwenden soll und ihn ignorieren. so sollen sie lernen das das wehtut und werden so bestraft mit ignorieren

bin leider keine hundebesitzerin, konnte das deshalb noch nicht testen

lg

histerix
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 20.10.2005
10.145 Beiträge (ø2,3/Tag)

Hallo Jana,

also es gibt mit 100%iger Gewissheit keinen Züchter der einen Alpha Rüden als Welpe erkennt, ich bezweifel das es sowas wie Alpha Rüden überhaupt gibt. Man sollte nicht vergessen es handelt sich um Hunde und nicht um Wölfe. Kein Hund ist ständig dominant.

Allerdings muss ich sagen, dass ich die Meinung vom Mupfeltier auch nicht so ganz verstehe. Vielleicht gibts ja noch einen Erklärung für seine Meinung. Man lernt ja nie aus Na!

Liebe Grüße

Mihèle die ansonsten aber dem Mupfeltier zustimmt Na!
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 09.02.2005
237 Beiträge (ø0,05/Tag)

Hallo liebe Eifelhexe,

ich habe momentan bereits meinen dritten Labrador - das heißt ich habe jetzt das dritte \"Anti-Beißhemmung-Training\" hinter mir.

Nichts einfacher als dass:

Wenn er beißt kurz und hell aufquietschen - wie die Welpengeschwister es machen würden - und dann für einige Sekunden abwenden und ignorieren, also auch mal kurz das Spiel unterbrechen. Nicht brüllen, nix.

Mein jetziger jüngster Labrador ist jetzt 6 1/2 Monaten alt, hat es am Anfang recht hartnäckig versucht, dann aber doch schnell begriffen.

Meine Mutter hat immer lange mit meinem Hund rumdiskutiert \"Hach, nein und hör doch mal auf, geh weg und aua usw. blabla...\". Die wurde länger \"angeknabbert\" als ich Na!. Bei mir ging das ratzfatz: quietschen, wegdrehen, Schluss - schon wurde ich binnen kürzester Frist nicht mehr gebissen - hat IMMER funktioniert.

Zum Begleithunde- und Dummytraining bin ich mit allen Hunden auch im Winter regelmäßig gegangen und für besonders wichtig halte ich für die Kleinen das wöchentliche Welpentreffen - zum üben der sozialen Verhaltensweisen.

Liebe Grüße und viel Glück!
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 19.11.2005
3.250 Beiträge (ø0,74/Tag)

Hallo Mupfeltier,

du wirst Recht haben. Klar, er lernt dann einen falschen Begriff. Ich bin wirklich nur Laie mit 2-Hunde-Erfahrung und bei denen hat das so gut funktioniert. Aber ich würde auch öfter lieber einen Profi ranlassen...so ein paar Problemchen haben wir auch mit den beiden Damen. Die bellen nämlich alles und jeden an. Dafür hätte ich auch gerne mal Tips...du wohnst nicht zufällig in der Nähe von Nürnberg? *seufz*

LG und ich beuge mich deiner Autorität
Sabine
Zitieren & Antworten

Thema geschlossen

Dieser Thread wurde geschlossen. Es ist kein Posting mehr möglich.


Partnermagazine