Darf eine Mutter 300 km wegziehen, wenn beide das Sorgerecht haben ?

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Mitglied seit 21.09.2008
361 Beiträge (ø0,11/Tag)

hallo zusammen,

meine freundin lebt mit ihrem mann in scheidung. beide haben das sorgerecht für ihre tochter und dies soll auch weiterhin so bleiben. nun möchte meine freundin aber umziehen und weiß nicht ob sie das darf...ihr mann meinte das sie dies nicht könne der gemeinsamen sorge wegen.

wer von euch kennt sich da aus ?

in diversen foren hat sie wohl schon recherchiert, ist aber nichts eindeutiges hervorgegangen.


lg nicole
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Mitglied seit 25.01.2005
29.367 Beiträge (ø6,27/Tag)

goggle mal nach "Sorgerecht und Wohnortswechsel" da findest du einiges! YES MAN
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Mitglied seit 21.09.2008
361 Beiträge (ø0,11/Tag)

danke dir xantula !

nen bissl hab ich was gefunden. es geht daraus hervor, dass es nicht einfach möglich ist. es bedarf der zustimmung vom kindesvater. wenn der sich querstellt hat sie pech. da die beide aber fast tgl. stress haben ist sie der meinung, dass es für alle beteiligten das beste wäre umzuziehen.

naja, da wird meine freundin sich wohl nicht gerade freuen über diese antwort.

mir soll es recht sein, dann hab ich sie wenigstens weiterhin in meiner nähe Lächeln

lg nicole
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Mitglied seit 16.12.2003
44.069 Beiträge (ø8,66/Tag)

nein, wenn der nicht zustimmt heisst das nicht, dass sie auf den Umzug verzichten muss..

sie muss dann nur das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht einfordern (gerichtlich) - und wenn sie triftige Gründe für einen Umzug hat (zB Beruf) dann hat sie auch sehr gut Chancen, das zu bekommen...

allerdings würde ich wirklich alles dransetzen, um den Kindsvater umzustimmen - der Weg übers Gericht ist auch fürs Kind, das dazwischenhängt, immer übel...
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Mitglied seit 21.09.2008
361 Beiträge (ø0,11/Tag)

ja, da hast du völlig recht GRISOU.

kinder sind immer die leidtragenden. nur, seit der trennung macht er ihr wirklich das leben zur hölle. sie ist immer fair und sagt auch, dass sie ihm nie die kleine wegnehmen wird. nur ein umzug bringt ruhe in das leben von mama und tochter. denn dann kann er nicht täglich vor der tür stehen, klingeln und theater machen.

lg nicole
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Mitglied seit 23.05.2009
163 Beiträge (ø0,05/Tag)

Hallo,

das wirst du jetzt wahrscheinlich nicht hören wollen, aber wenn deine Freundin sagt, sie will dem Vater das Kind nicht weg nehmen, aber gleichzeitig darüber nachdenkt, soweit weg zu ziehen, damit er nur am Wochenende seine Tochter sehen kann, dann ist das doch ein Widerspruch. Es mag sein, dass der Vater fuer die Mutter tasaechlich nur nervig ist, aber hier sollte es nicht um sie gehen, sondern um das gemeinsame Kind. Wenn die Tochter gerne beim Vater ist und er es so einrichtet, dass er sie auch unter der Woche sehen kann und sehen moechte, dann sollte sich deine Freundin dem Kind zuliebe damit abfinden und einen Weg finden mit ihm zurecht zu kommen.

LG,
aoide
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Mitglied seit 16.12.2003
44.069 Beiträge (ø8,66/Tag)

niemand nimmt ein Kind "weg" nur weil er wegzieht, solange es für die Besuche beim Vater eine vernünftige & praktikable Lösung gibt - ich sehe da also keinen grundsätzlichen Widerspruch...

und wenn da tatsächlich durch tägliche Besuche Druck gemacht wird, dann ist das eine sehr belastende Situation für die Mutter - und das "immer das Beste fürs Kind wollen" hat dort seine Grenzen, wo die Mutter so sehr drunter leidet, dass die eigene seelische Gesundheit gefährdet ist - darunter würde das Kind ja auch leiden...

es bleibt eine schwierige Entscheidung -
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Mitglied seit 23.05.2009
163 Beiträge (ø0,05/Tag)

Rein theorethisch, was wuerde die Mutter denn sagen, wenn der Vater auf die kaeme mit der Tochter wegzuzuiehen? Der "taegliche Besuche Druck" waere dann zwar weg, aber ob sie gluecklicher waere? Wie hoert sich denn die ganze Geschichte von Seiten des Vaters an?
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Mitglied seit 16.12.2003
44.069 Beiträge (ø8,66/Tag)

aiode - eine völlig objektive Erörterung des Falles ist hier ohnehin nicht möglich...

es reicht doch zu wissen, dass JEDER der beiden Partner das alleine Aufenthaltsbestimmungsrecht beantragen kann (bezw muss, bevor er wegzieht) - den Rest erledigen dann kompetentere Instanzen...

ich muss hier nicht jeden Fall bis in alle Ecken ausleuchten -
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Mitglied seit 23.05.2009
163 Beiträge (ø0,05/Tag)

Grisou, warum denn so grantig?

Ich denke noch immer, bevor man einen Umzug in Betracht zieht, sollte sich die Mutter fragen, ob es denn wirklich nicht anders geht und ob es denn so gar keine andere Loesung gibt. Auch dem Kind zuliebe. Nicht mehr und nicht weniger.
Von "völlig objektiver Erörterung" habe ich nie gesprochen.

Gruß,
aoide
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Mitglied seit 16.12.2003
44.069 Beiträge (ø8,66/Tag)

ich bin nicht grantig - aber ich habe Trennungserfahrung - und traue Eltern schon zu, dass sie von ganz alleine darauf kommen, dass sie den bestmöglichen Weg suchen ¨sollten -

die rechtlichen Möglichkeiten zu kennen heisst ja nicht, sie tatsächlich auch auszuschöpfen - aber es kann beruhigend sein zu wissen, was im Notfall als letzte Möglichkeit noch offen steht...
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Mitglied seit 11.06.2008
359 Beiträge (ø0,1/Tag)

also soweit ich informiert bin ist es wichtig -> bei wem die Tochter lebt. lebt sie bei den Vater, kann die Mutter weg ziehen. Ist sie bei der Mutter, darf diese nur so weit weg ziehen wenn es ganz zwingende Gründe gibt (z.b. Pflege der Eltern, oder sie findet an aktuelle Wohnort kein Job in ihre Beruf). Also einfach mal so ist das nicht.
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Mitglied seit 21.09.2008
361 Beiträge (ø0,11/Tag)

ist ja schon eine rege diskussion in gange...

ich persönlich würde meine freundin sehr vermissen, dennoch bin ich auch der meinung, dass es besser wäre eine gewisse entfernung dem kindesvater gegenüber zu haben.

es artet gegelmäßig in streit aus und die kleine ist 4 und bekommt alles mit. das ist wohl nicht im interesse von der kleinen.

zumal, er hat die familie verlassen, ist zu einer anderen frau...
er kann sie alle 14 tage am wochenende nehmen, dies ist kein problem.

durch die entfernung wird es dennoch viel ruhiger und entspannter.

und wie grisou schon sagte, die gesundheit meiner freundin leidet erheblich...

es ging mir eingangs nur darum wie die möglichkeiten aussehen, was man überhaupt realisieren kann. es soll kein machtkampf zwischen den eltern geben, es soll einfach nur harmonie einziehen...

seit fast 2 jahren ist nun schon so ein theater. warum er das macht konnte er auch noch nicht beantworten...

ob sie wegzieht ist noch dahingestellt. wichtig war, dass sie auch mal eine andere meinung einholt und erstmal die rechtliche grundlage kennt.

finde eure beteiligung wie immer super ! Lächeln

danke euch !

lg nicole
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Mitglied seit 01.03.2007
637 Beiträge (ø0,16/Tag)

Hallo zusammen,
warum muß es denn gleich so weit weg sein. Ist ja dann auch alles eine organisations Frage und natürlich auch eine finanzielle Frage, wegen Fahrt-bzw Spritkosten. Bei 300 Kilometern kann mal nicht mal schnell die Kleine besuchen, wobei das in der jetzigen Lage wahrscheinlich sowieso nicht passieren würde.
Ich wünsch ihr auf alle Falle das es für alle Beteiligten aber vor allem für die Kleine friedlicher wird egal wie.
lg schmusemaus
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Mitglied seit 13.06.2008
846 Beiträge (ø0,25/Tag)

Hallo!

Sie haben wahrscheinlich dann auch das gemeinsame Aufenthaltsbestimmungsrecht.

Soweit ich weiß, bleiben die Kinder bei dem Partner, der im gewohnten Umfeld der Kinder bleibt.
Hier also beim Vater. Genau weiß ich das allerdings auch nicht. Es kommen noch weitere Komponenten hinzu.

Deine Freundin kann ja mal zu einem Jugendamt gehen und fragen, wie ihre Chancen stehen die Tochter mitnehmen zu können, auch wenn der Vater nicht einwilligt. Die haben da wahrscheinlich mehr Erfahrung und können ihr ein gutes Vorgehen nahelegen.

LG

wasserschildkroete
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